Kultur als unternehmerisches Fundament

Haus-des-Corporate-SpiritEin Unternehmen ist nur so gut wie das Verhalten, das die Chefetage an den Tag legt. Dies ist die zugegeben kurz gefasste Formel zur Bewertung der Unternehmens-Reputation, die ich im Rahmen von Management-Seminaren zur Mitarbeiterkommunikation ansetze.

Das „Haus“ eines Unternehmens ruht auf verschiedenen Säulen: Zuerst ist da die strategische Ausrichtung mit der ursprünglichen Geschäftsidee, die sich im Rahmen einer kontinuierlichen Veränderung an die Märkte anpasst. Dann bestimmt natürlich das operative Geschäft den Erfolg: Wie tragfähig ist das Geschäftsmodell mit seinen laufenden Kosten und dem dabei erzeugten Gewinn? Weiter sind die Mitarbeiter der entscheidende Faktor, mit dem ein Unternehmen zur Blüte kommt, vor sich hin dämmert oder untergeht.

Neben diesen drei Säulen spielt meiner Auffassung zufolge eine vierte die entscheidende Rolle für das Innen- und das Außenverhältnis des Unternehmens. Das sind die Fairness und das Teamplay – hochtrabend als ethische Ausrichtung bezeichnet – die sich auf alle anderen tragenden Säulen auswirken. Bereits bei der Planung muss ich mir als Unternehmer über die Antworten auf folgende Fragen im Klaren sein: Handle ich mit meinen Absichten moralisch? Ist mein Geschäftsmodell sozial und ökologisch nachhaltig? Bin ich Teil der Lösung oder Teil des Problems einer materiellen und emotionalen Umweltverschmutzung?

Fairness als vierte Säule des Erfolgs

Beim Ausgestalten und Anpassen des operativen Geschäfts muss ich mir diese und andere Fragen ebenfalls beantworten: Bin ich mit der Auswahl meiner Lieferanten zufrieden? Führe ich Kundenbeziehungen, die über ein distanziertes Maß an gegenseitiger Zufriedenheit hinausgehen? Entspricht das Bild der Außenwahrnehmung meiner Tätigkeiten dem, was ich zu erreichen suche? Last not least schlagen sich Fairness und Teamplay ganz konkret und am leichtesten nachvollziehbar auf das Verhältnis zu meinen Mitarbeitern nieder.

Laterale-Führung-SymbolDas Verhalten des Management Teams sollte auf einer klaren, gegenseitigen Vereinbarung beruhen, die regelmäßig überprüft wird. Diese idealerweise auf Werten basierende Vereinbarung lässt sich als Unternehmenskultur bezeichnen. Um zum Ausgangspunkt zurückkommen, ist diese Kultur allerdings nur so gut wie das Verhalten der Führungskräfte. Nur auf der Basis einer nachvollziehbar gelebten Kultur lassen sich die Vision und die Leitlinien der unternehmerischen Praxis glaubhaft vermitteln. Anders gesagt findet genau über die Säule der Fairness die notwendige Vermittlung einer Kultur zum Erreichen eines Geschäftserfolges statt.

Damit sind wir bei der Betrachtung des Fundaments und des Dachs des Hauses angelangt. Häufig sind viele Unternehmer mit einem soliden Wertefundament ausgestattet. Sie zeigen Initiative, sie beweisen Mut und gehen unternehmerisches Risiko ein. Doch nur selten trennen sie die Säule ihrer strategischen Ausrichtung vom Fundament ihrer kulturellen Werte. Diese mögen religiös vermittelt sein oder auf etablierten Traditionen wie der Hanse oder derjenigen des „ehrbaren Kaufmanns“ basieren. In jedem Fall aber sollten sie bewusst gemacht werden, damit die Positionierung des Unternehmens zwischen Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern und der breiten Öffentlichkeit auf einer gesunden Basis gedeihen kann.

Kultur soll Kommunikation befördern

Dies ist durchaus im Sinne eines Marketings zur Vertriebsförderung zu verstehen. Die Kommunikation (nicht nur) mit den Mitarbeitern liegt häufig im Argen, indem diese im Unklaren über die Vorgehensweise und die Ziele des Unternehmens bleiben. Emotionale Distanzierung und eine schlechte (wenigstens unzureichende) Außendarstellung sind die Folge. Die Unternehmenskultur, die über eine sinnvolle Regelung der Umgangsformen zum lebhaften Austausch führt, stellt eine wesentliche Rahmenbedingung zum nachhaltigen Geschäftserfolg dar. Motivation und Freude an der Arbeit sind so leichter zu erreichen.

Worin genau der angestrebte Erfolg liegt, lässt sich auf Basis eines gemeinsam vereinbarten Wertegerüsts ebenfalls sehr gut bestimmen. Dies gilt für das gesamte Unternehmen ebenso wie für die berufliche Etappe jedes Mitarbeiters. Die Kultur ist der Nährboden für eine transparente Kommunikation, von der auch das Arbeitsklima insgesamt profitiert.

Sehr gerne unterstütze ich Sie mit Seminaren, Workshops oder Incentives dabei, Ihre eigene Unternehmenskultur als Basis für das Erreichen nachhaltiger Geschäftsziele zu entwickeln und schrittweise zu etablieren. Mein Ansatz ist ein Umgang auf Augenhöhe, auch als laterales Management bezeichnet. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte.

21. Januar 2014 von JoergBenner
Kategorien: Öffentlichkeitsarbeit, Soziales Netzwerken | Schlagwörter: , , , , , , , , | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. Hallo Mattes,
    freut mich, dass Dich das Thema interessiert! Da kann ich nur hoffen, dass die Kopfnuss nicht so schmerzt wie eine mit Knöcheln verpasste. Aber wenn, ist es doch schön, wenn der Schmerz nachlässt…
    Bis bald, HG Jörg

  2. Hallo Jörg,
    sehr interessant und ein ordentlicher Denkanstoß, eine Kopfnuss sozusagen.
    Vielen Dank.
    LG
    Matthias

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