Fairplay im Alltag 18-2017 – Selbstschutz

Um miteinander gut auszukommen ist die beste Voraussetzung mit sich selbst gut klar zu kommen. Leider sind wir in der heutigen Zeit durch verschiedene Faktoren abgelenkt und/oder überfordert. Neben der dauernden Beschäftigung mit digitalen Medien kommt der Punkt hinzu, dass wir häufig versäumen in uns hinein zu horchen. Dies dient jedoch in starkem Maße der gesunden Selbsteinschätzung und dem Selbstschutz.

Dem „DGB Index Gute Arbeit“ zufolge hat sich die gefühlte Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung für fast die Hälfte der Befragten (46 %) erhöht. Nur 9 Prozent sprachen von einer Verringerung. 60 Prozent der derjenigen, die bereits mit digitalen Medien arbeiten, fühlen sich gehetzt. Mitarbeitende mit digitalen Medien fühlen sich zu 69 % immer wieder gestört, Mitarbeitende ohne nur zu 36 Prozent. Daneben ist auch die Arbeitslast gestiegen.

In der Folge steigenden Stresses ist von immer mehr Angststörungen und Depressionen die Rede. IG Metall Vorstandsmitglied  Hans-Jürgen Urban wird im Kölner Stadt-Anzeiger zitiert, dass die aktuellen Arbeitsschutzvorschriften keine Regelungen zu Verhinderung von psychischen Belastungen enthielten. Neben einer von IG Metall und vom Bundesrat vorgeschlagenen Ant-Stress-Verordnung kommt hier ein weiterer wichtiger Punkt ins Spiel: Der Selbstschutz.

Im Magazin des Kölner Stadt-Anzeigers kam zu diesem Thema wenige Tage zuvor ein ausführliches Interview mit dem Gesundheitsforscher und Arzt Tobias Esch. Er plädiert in seinem Buch „Der Selbstheilungscode“ für die Anerkennung bestehender Regulationskräfte, die einen Heilungsverlauf positiv beeinflussen. In der Schulmedizin sei lediglich der Placebo-Effekt anerkannt, der heute noch abschätzig als „Irrtumswahrscheinlichkeit“ bezeichnet werde.

Dabei kommt er auch auf Stress zu sprechen, gegen den der Körper Veränderungen vorsieht, wie sie bei Kampf und Flucht notwendig sind: Ein schlechter durchbluteter Magen führt zu Magenproblemen. Insbesondere Dauerstress könne für Menschen gefährlich werden, so Tobias Esch:

„Wer dauerhaft unter Stress steht, sorgt dafür, dass verschiedene Entzündungsprozesse im Körper begünstigt werden, die bis auf die Zellkernebene nachweisbar sind.“

Das bedeutet, dass chronische Wunden schlechter heilen, Arteriosklerose, Bluthochdruck und sogar Herzinfarkt und die Schlaganfallgefahr befördert werden. Wichtig sei, den Autopilot-Modus zu beenden. Dazu führt er vier Bereiche an, die abgekürzt BERN heißen: Behaviour (Verhalten), Exercise (Übung), Relaxation (Entspannung) und Nutrition (Ernährung).

Ohne dabei auf Details einzugehen, geht es darum, mit einer positiven Sichtweise auf die Dinge für sich selbst Akzeptanz und Gelassenheit zu erzeugen. Weiter ist von Freude und Zufriedenheit die Rede. Mehrere diese Punktespoielen auch im Sport eine große Rolle. Insbesondere am besipiel des Teamspoets Ultimate Frisbee geht es um Freude als Grundsäule des Spielverständnisses, die über dem Wunsch zu siegen stehen sollte. Bewusstwerdung spielt ebenfalls eine große Rolle, neben der richtigen Ernährung geht es im ulti ate ganz entscheidend eben auch um das Verhalten und die Einübung desselben.

Wenn wir uns zuletzt noch klar machen, dass es dabei nicht nur um das Miteinander Auuskommen geht – auch in diesem Fall auf Basis Selbstregulation und ohne externe Schiedsrichtende – sondern auch um die zutreffende Selbsteinschätzung und um den Selbstschutz, dann können wir Ultimate in der Tat sogar als effektiv Stress abbauenden Faktor betrachten, mit den zuletzt genannten, weiteren positiven Nebeneffekten!

Die Fairplay-Regelung im Ultimate (genannt Spirit of the Game) setzt sich gemäß Paragraf 1 aus fünf Hauptpunkten zusammen: Regelkenntnis, Empathie, respektvoller Umgang miteinander, das Vermeiden körperlicher Gewalt und eine positive, freudvolle Grundhaltung. Zu jedem der fünf Aspekte biete ich einen eigenen Fairplay-Workshops an. Bei Interesse daran oder an Vorträgen kontaktieren Sie mich bitte.

07. Mai 2017 von JoergBenner
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